Großberg - Geschichtliches

Fährt man von Regensburg südwärts in Richtung Bad Abbach, so weist nach etwa 5 km rechts ein Schild nach Großberg. Vor dem Ort steht dort bis heute ein gotisches Sühnekreuz aus dem 15. Jahrhundert, "die Steinerne Bank", auch Heinrichskreuz genannt.
Das typische Straßendorf erstreckt sich südwärts parallel zur B 16. Sein höchster Punkt liegt 437 m über NN.Die Gründung von Großberg fällt in die Zeit der Säkularisation kurz nach 1800. Damals wurde die Landstraße von Regensburg nach Ingolstadt ausgelichtet.
Auf gerodeten Plätzen der Staatswaldung "Arklee", der zum Kloster St. Emmeram in Regensburg gehörte, wurde eine Kolonie angelegt.

Aus den Angaben im Grundsteuerkataster geht hervor,daß die Flä-
chen der einzelnen Anwesen von Großberg in den Jahren 1805 und 1806 an die Kolonisten abgegeben wurden. Am 10. Oktober 1804 erscheint in den Kirchenbüchern der Pfarrei Hohengebraching, wozu das Filialdorf Großberg noch heute zählt, der erste Hinweis auf die Besiedelung des Großberger Bodens:
"Argle", neues an der Straße nach Bad Abbach gelegenes Dorf. Wahrscheinlich hatten sich die Siedler ihre eigene Ortsbezeichnung nach dem Waldstück gewählt.Am 4. Februar 1805 tritt in den genannten Kirchenbüchern plötzlich der Name "Hazziberg" für unser Dorf auf.
Joseph Hazzi war Kurpfalz - bairischer Generallandesdirektions-
rat. Ihm oblag die Besiedelung . Er war, wie aus den Straubinger Akten hervorgeht, ein Helfer der Arbeiter. So ist es möglich, daß die Kolonisten seinen Namen in ihrem Dorfnamen verewigen wollten.Erst im August 1806 wird in den Kirchenbüchern für das Dorf der Name "Großberg" geführt.

1809 im April machten die Großberger mit Napoleons Truppen Bekanntschaft.
Die Division Montbrunn zog von Abbach kommend gegen Regens-
burg. 1857 erfolgte nach lang- jähriger Zugehörigkeit zum nieder- bayerischen Landgericht Kelheim die Zuteilung zum Landgericht Stadtamhof (damit zur Oberpfalz).

1906 wurde in Großberg der erste Wasserleitungsbau durchgeführt.

1952 wurde der Schulbetrieb an der neuerbauten zweiklassigen Volksschule aufgenommen. Die Schule war unter erheblicher freiwilliger Mithilfe in sog. Hand- und Spanndiensten der Großberger Bürger erstellt worden.
Bereits 1953 eröffnete Lehrer Ernst Stock die Volksbücherei. Die 7. ihrer Art im ganzen Landkreis. 1964 wurde die unter Pfarrer Rupert Scheuerer erbaute Kirche geweiht. Sie ist den Heiligen "Heinrich und Kunigunde" geweiht. 1972 erfolgte ein freiwilliger Zusammenschluß der Gemeinden Matting, Graßlfing und Großberg zur Großgemeinde Großberg .1978 wird die Gemeinde Großberg im Zuge der Gemeindegebietsreform des Freistaates Bayern mit in die Einheitsgemeinde Pentling eingeschlossen.
Betrachtet man die Nähe der Stadt Regensburg und die herrliche Lage Großbergs, umgeben von drei Waldungen, unweit des roman- tischen Donautals mit seinen Jura- felsgruppen, so ist es leicht zu verstehen, daß hier das kleine Dorf verhältnismäßig rasch wachsen konnte.

Der Ortsteil Großberg mit seinen acht Vereinen zählt im Jahr 1999 über 1122 Einwohner.