Hohengebraching

Hohengebraching ist mit 428 m über NN der höchstgelegene Ort südlich von Regensburg. Er bietet eine herrliche Aussicht. Seine stattliche Pfarrkirche St. Mariae Himmelfahrt überragt, von allen Seiten sichtbar, imposant die kleine gemütliche Ortschaft.


Während es in den 60er Jahren noch elf bewirtschaftete Bauernhöfe gab, wird heute nur mehr ein Hof im Vollerwerb betrieben. Der einst bäuerliche Charakter des schmucken Dorfes auf dem Höhenzug verschwindet allmählich. Mit der Dorferneuerung hat Hohengebraching das große Los gezogen.


Mit der Umgestaltung des Kirchplatzes und der Schloßstraße gewann es an Attraktivität. Ein Familienverband der einwandernden Bajuwaren lässt sich um ca. 530 n. Chr. mit ihrem Anführer „Gebarich“ auf dem fruchtbaren Talboden nieder. Nach ihm ist der Ort „Gebraching“, benannt. Als „Ad Gebrichinga“ 1031 erstmals schriftlich genannt wird, haben die damaligen Bauern den Grundbesitz vom Kloster St. Emmeram in Regensburg geliehen und müssen dafür viele Abgaben leisten.

1573 lässt Abt Blasius von St. Emmeram ein dreistöckiges Schlösslein in Hohengebraching als Erholungsort für seine Mitbrüder errichten. 1727 wird das Schlösslein mit einem Neubau nach Osten hin erweitert (heutiges Schloss in Hohengebraching) und dient als Sommerresidenz der Äbte bis 1811.


Einschneidende Veränderungen für den Ort ergaben sich erst nach dem zweiten Weltkrieg Vertiebene aus dem Egerund Sudetenland wurden angesiedelt. Um 1950 begannen Nachkommen der Bauern und ehemalige Angestellte des fürstlichen Gutes eine Verbindungsstraße nach Niedergebraching zu bauen.