Poign

Für den Ortsteil Poign muss angenommen werden, dass dort vermutlich die ältesten Siedlungen in der jetzigen Gemeinde Pentling bestanden haben. Felsensteingeräte, Scherben aus der Jungstein-, Bronze und Latenezeit wurden gefunden. Vor allem waren es Steinbeile und Äxte, sowie Reibesteine die zur Mehlherstellung dienten.

Als im 6. und 7. Jahrhundert die Besiedlung durch die Agilofinger war, dürfte die Siedlung entstanden sein. Die Flur übernahm bald das Regensburger Kloster St. Emmeram und die Bewohner waren Zins- und Zehentpflichtig. Nach der Säkularisation wurden die Bauern, nachdem sie sich losgekauft hatten, frei. Kirchlich gehört der Ort zur Pfarrei Thalmassing, Filiale Weillohe. Dort ist auch die letzte Ruhestätte der Poigner.

In den letzten Jahren hat der Ort einen Aufschwung erlebt. Mit dem Neubau des Feuerwehrgerätehauses entstand neben dem Wolkeringer Mühlbach ein kleines Ortszentrum mit Spielplatz. Neu gebaut wurde die Brücke über den Bach und die Statue des Hl. Nepomuk aufgestellt.

Ein Novum ist es, dass der kleine Ort zwei Wirtshäuser hat. Das Gasthaus Lehner wurde vor wenigen Jahren neu errichtet. In den nächsten Jahren wird der Ort an das gemeindliche Kanalnetz angeschlossen und so dürfte einer Vergrößerung nichts im Wege stehen. Eingegrenzt ist die Poigner Flur von der BAB A93.

Teilweise wird der kleine beschauliche Ort durch eine falsche Schreibweise mit Poing bei München verwechselt.


Im Jahre 1855 zählte der Ort 255 Einwohner; um 1900 dann 213 und 1950 war es weitere Steigerung auf 247. 

Bearbeitet von Josef Eder