Betreuung von Kindern unter 3 Jahren

2010-04-22 00:00 von Robert Griesbeck

IB plant Kinderkrippe im Haus Benedikt

Die Nachfrage für die Betreuung von Kindern unter 3 Jahren in sogenannten Kinderkrippen oder Krabbelstuben steigt ständig an. Der Internationale Bund (Träger des Pflegeheims Haus Benedikt) wäre bereit, in seinem Gebäude in Pentling 36 Krippenplätze direkt neben dem Rathaus zu schaffen. Das Gebäude ist bereits vorhanden. Lediglich der kindgerechte Innenausbau fehlt. Der Internationale Bund betreut bereits Kinder in 31 Städten und Gemeinden in Deutschland.

Der Gemeinderat hat sich dafür entschieden, das Angebot des Internationales Bundes anzunehmen, damit schnellstmöglichst Krippenplätze in Pentling geschaffen werden können. Als Fertigstellungstermin ist der 01.01.2011 oder früher geplant.

Die Gemeinde Pentling wird in ihrer Kindertagesstätte in Großberg künftig keine Kinderkrippe mehr betreiben und ab sofort keine Kinder unter 3 Jahren mehr aufnehmen. Wir werden diese Plätze an Kinder über 3 Jahren vergeben, da deren Eltern einen Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz haben. Für die Betreuung in einer Kinderkrippe gibt es derzeit noch keinen Rechtsanspruch. Auch in der geplanten neuen Einrichtung in der Schulstraße wird die Gemeinde keine Krippenplätze mehr vorsehen. Bisher waren dort 12 Krippenplätze geplant. Die Planungen müssen jetzt überarbeitet und an die neuen Voraussetzungen angepasst werden. Geplant ist dort jetzt ein 3-gruppiger Kindergarten mit 75 Plätzen. Nach dem Beschluss des Gemeinderates soll das alte Rathaus erhalten und in die Planungen mit einbezogen werden. Der Gemeinderat konnte sich aber noch nicht entscheiden, ob der Neubau an der Hangkante oder an der Straßenseite der Schulstraße errichtet wird. Die Sachgebiete am Landratsamt lehnen den Bau an der Hangkante ab und haben der Gemeinde empfohlen, die Bauvoranfrage zurückzuziehen. In der Sitzung am 06. Mai soll jetzt weiter nach einer Lösung gesucht werden.

Hauptvorteil einer Kinderkrippe im Haus des Internationalen Bundes ist die schnelle Verwirklichung von Krippenplätzen und die geringen Kosten, die von der Gemeinde zu tragen sind (voraussichtlich 105.000,00 €). In Pentling ist nur ein kleiner Kindergartenneubau notwendig. Auch hier spart sich die Gemeinde Baukosten und künftige Unterhaltskosten. Für die Anwohner bietet sich der Vorteil, dass durch weniger An- und Abfahrtsverkehr keine höheren Belastungen entstehen als bisher. Nachteilig ist die Trennung von Kindergarten und Kinderkrippe durch die Mehrhäusigkeit für die Eltern und einen anderen Träger.

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