Erdgaserschließung im Neubaugebiet "Am Grubweg II"

2017-05-03 09:07 von Robert Griesbeck

Jeder Gasnetzbetreiber ist verpflichtet Investitionen für Erschließungsmaßnahmen vor Genehmigung der Baumaßnahme einer Wirtschaftlichkeitsbewertung zu unterziehen. Die REWAG rechnet nur mehr mit einer Anschlussdichte von 50 %. Dadurch ergibt sich bei der Wirtschaftlichkeitsberechnung ein Defizit und die REWAG ist nicht bereit die Erdgaserschließung eigenwirtschaftlich durchzuführen. Die Gemeinde soll sich bereit erklären einen Investitionszuschuss in Höhe von 14.084,84 € (brutto) zu leisten um das Defizit auszugleichen. Sollten mehr Anschließer bis 31.12.2020 zustande kommen, so erhält die Gemeinde wieder eine anteilige Gutschrift. Darüber hinaus soll die Gemeinde die Kosten für jeden Erdgas-Teilanschluss im Straßengrund tragen. Bei 37 Grundstücken errechnet sich hierfür ein Betrag von 33.022,50 € (brutto). Darüber hinaus müsste sich die Gemeinde verpflichten, eine einmalige Pauschale für den späteren Rückbau von nicht benötigten inaktiven Erdgas-Teilanschlüssen in Höhe von 28.560,00 € (brutto) zu tragen. Im schlechtesten Falle kostet die Erdgaserschließung dieses Neubaugebietes der Gemeinde 75.667,34 €. Im besten Fall hat die Gemeinde einen Kostenbeitrag von 61.582,50 € zu tragen.

 

Die Gemeinde ist nicht bereit, das unternehmerische Risiko der REWAG zu übernehmen. Aus diesen Gründen hat sich der Gemeinderat dafür ausgesprochen, auf eine Erdgaserschließung des neuen Baugebietes zu verzichten und diese Kosten nicht zu übernehmen. Durch den Verzicht auf einen fossilen Energieträger sind die künftigen Bauherrn im Baugebiet verstärkt gezwungen regenerative Energien einzusetzen.

 

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