Versammlungs-Protokolle:

Sitzung vom 14.04.2011

2011-06-09 13:40 von Robert Griesbeck

Sitzung vom 14. April 2011

5. Sitzung

 

Niederschrift

 

 

 

über die:

 

öffentliche / nichtöffentliche Sitzung

des:

Gemeinderates

Sitzungsnummer:

5/2011

Sitzungstag:

14.04.2011

Sitzungsort:

Pentling, Rathaus

 

 

Vorsitzender:

A. Rummel, 1. Bürgermeister

Schriftführer:

Robert Griesbeck

 

Anwesend waren:

 

Deml Johann, Eckert Gerhard, Eder Josef, Eisvogel Alois, Geiselhöringer Franz, Gottswinter Dieter, Gruschka Theodor, Haubner Roswitha, Haubner Wilhelm, Hopfensperger Sebastian, Knittl Franz, Kreil Franz, Neumüller Jürgen, Renkawitz Karin, Rieger Stefan, Schiller Franz, Weigt Bruno

 

Entschuldigt abwesend waren:

Sadler Gerhard, Wilhelm Barbara, Paul Carmen

 

 

Alle Mitglieder waren ordnungsgemäß geladen, mehr als die Hälfte der Mitglieder war anwesend;

die Beschlussfähigkeit war damit hergestellt.

 

 

 

 

Vorsitzender:

Schriftführer

 

 

 

 

A. Rummel

1. Bürgermeister

 

 

 

 

 

R. Griesbeck

 

 

 

5.1         Öffentlicher Teil:

 

5.1.1       Neubau Kindergarten Pentling – Energieversorgung und Heizung;
Information durch das Planungsbüro Schießl über die zur Verfügung stehenden Möglichkeiten und deren Kosten

 

Das Planungsbüro Schießl hat für den Neubau des Kindergartens verschiedene Heizsysteme in Verbindung mit dem EEWärmeG und der EnEV 2009 untersucht. Die Untersuchungsergebnisse wurden von Herrn Schießl selbst erläutert. Nachfolgend werden die wesentlichen Ergebnisse zusammengefasst:

 

  1. Durch den sehr niedrigen Warmwasserbedarf im Kindergarten kann durch eine thermische Solaranlage nur eine geringe Energieeinsparung erzielt werden. Damit ist eine Solaranlage unwirtschaftlich.
  2. Die hohen Anschaffungskosten eines Blockheizkraftwerkes rechnen sich nur bei großen Laufzeiten ab 5.000 Stunden im Jahr. Diese hohen Laufzeiten lassen sich nur mit einem hohen Warmwasserverbrauch (Wärmeabnehmer im Sommer) realisieren. Durch den geringen Warmwasserbedarf trifft dies jedoch nicht zu. Der Einsatz eines BHKW ist damit nicht wirtschaftlich.
  3. Der Einsatz einer Pelletheizung wäre grundsätzlich geeignet. Die Technikzentrale befindet sich jedoch im Dachgeschoss des alten Rathauses mit einer Fläche von ca. 26 m². Das Pelletlager sollte in der Nähe des Heizkessels sein. Die Pelletlagerung für ein Jahr benötigt ca. 54 m³ Rauminhalt. Selbst bei einer Reduzierung der Lagerhaltung auf ½ Jahr beträgt das Gewicht der Pellets ca. 12 Tonnen. Hierfür ist im Dachgeschoss des alten Rathauses weder ausreichend Platz vorhanden noch ist diese Lösung aus statischen Gründen möglich. Eine Pelletheizung ist daher nicht möglich.
  4. Aus gleichen Gründen ist auch eine Hackschnitzelheizung nicht möglich. Der Raumbedarf hierfür wäre noch größer.
  5. Sole/Wasser- oder Wasser/Wasser-Wärmepumpen entziehen dem Erdboden oder dem Grundwasser Wärme. Das Gebäude befindet sich auf einer Anhöhe. Bereits in geringer Tiefe ist mit Fels zu rechnen. Bei Grabungen auf dem Sportplatz wurde keinerlei Grundwasser angetroffen. Wärmepumpen sind deshalb bei der Lage des Grundstückes nicht geeignet.
  6. Energie könnte auch aus dem Abwasser in Kanalleitungen gewonnen werden. Nach Angaben des Herstellers ist hierfür ein Abwasserstrom von 15 l/s erforderlich. Dies wird bei rund 10.000 Anschließern erreicht. Zusätzlich ist dies nur dann wirtschaftlich, wenn der Kanal saniert oder ohnehin saniert werden müsste. Eine Abwasserwärmepumpe ist daher wirtschaftlich nicht zu betreiben.
  7. Eine Luft-/Wasser-Wärmepumpe entzieht der Umgebung Wärme. Der Betrieb ist vor allen für niedrige Vorlauftemperaturen geeignet wie sie zum Beispiel für die Fußbodenheizung im Kindergarten notwendig sind. Die Investitionen liegen preisgleich zu einer Pelletheizung. Zusätzlich ist eine Gasheizung notwendig um Spitzenlasten abdecken zu können. Aus den baulichen Gegebenheiten und den vorher beschriebenen wirtschaftlichen Aspekten ist die Wärmeerzeugung mit einer Luft-/Wasser-Wärmepumpe und einem zusätzlichen Spitzenlastkessel zu empfehlen.

 

Der Gemeinderat stimmt dieser Auffassung zu und beauftragt das Planungsbüro die Werkplanung und Ausschreibung auf dieser Basis vorzunehmen.

 

Abstimmungsergebnis: 13 gegen 5 Stimmen

 

 

5.1.2       Vorstellung des Planentwurfes Niedergebraching II

 

Der Vorentwurf wurde vorgestellt und kurz erläutert. Die Verwaltung wird beauftragt auf dieser Basis die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit und die frühzeitige Behördenbeteiligung durchzuführen. Die eingehenden Stellungnahmen sind dem Gemeinderat zur weiteren Beschlussfassung vorzulegen.

 

Abstimmungsergebnis: 18 gegen 0 Stimmen

 

 

 

5.1.3       Verkehrssituation Weichslmühlweg;
Beratung und Beschlussfassung über den Bau einer Verkehrsinsel und die Entfernung der provisorischen Verkehrsinsel

 

Die Entscheidung wird vertagt und nach wirksamen Lösungen gesucht.

 

Ohne Beschlussfassung

 

 

 

5.1.4       Bauvoranfrage Johann Kindl, Niedergebraching;
Anbau eines Offenstalles an den bestehenden Milchviehstall am Moosweg

 

Die Bauvoranfrage wurde vom Antragsteller am 12.04.2011 zurückgenommen.

 

Ohne Beschlussfassung

 

 

 

5.1.5       Information zu aktuellen Themen

 

Gewerbegebiet Autobahnausfahrt

McDonald`s hat eröffnet. Mit dem Bau der OMV-Tankstelle wurde begonnen. Als nächstes Unternehmen siedelt sich dort die Firma Krämer Pferdesport an.

 

Baugebiet Hospiz

Mit dem ersten Wohnhaus wurde begonnen. Auch die Bäckerei Ebner hat mit ihrem Projekt begonnen. Auf beiden Grundstücken wurden die Archäologen fündig. Drei Gräber mit vollständigen Skeletten (Alter ca. 1500 Jahre) wurden freigelegt. Die Funde werden in München näher untersucht.

 

Ohne Beschlussfassung

 

5.1.6     Bekanntgabe von Bauvorhaben

Das gemeindliche Einvernehmen wurde erteilt zu folgenden Bauvorhaben:

 

Ischebeck Bodo und Marion, Aying

Einfamilienhaus mit Einliegerwohnung in Großberg, Winzerstraße

 

Ohne Beschlussfassung

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